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Schön gesagt – von Andreas Kaufmann, Mehrheitsaktionär und Aufsichtsratvorsitzender von Leica

News von Franziska Klün · Fotos Henning Bock · 15. Dezember 2015

Ist zwar schon etwas her, passt aber trotzdem: Vor zwei Jahren waren wir im Auftrag des Online-Magazins The Brander bei Leica in Solms. Leica, Fotografen-Mythos und Legende, wurde vor gut zehn Jahren von dem ehemaligen Waldorflehrer und Millionenerbe Andreas Kaufmann vor der Insolvenz gerettet. Der Kamerahersteller hatte den Anschluss an das digitale Zeitalter verpasst. Wir hatten damals das große Vergnügen Andreas Kaufmann in Solms zu treffen und ein sehr interessantes Interview mit ihm zu führen.

Andreas Kaufmann
Leica KameraLeica Produktion
Leica Produktion

Kürzlich stießen wir dann auf folgendes, schönes Zitat von ihm, das damals nicht in den finalen Text passte, aber sehr gut zu uns:

„Das Siegel „Made in Germany“ ist viel mehr wert als die Deutschen denken. Dass ich Firmen aufkaufe, die in Deutschland produzieren, hat auch etwas mit einer Erfahrung zu tun, die ich mal in Asien gemacht habe. Ich war von einer japanischen, sehr wohlhabenden Familie eingeladen. Denen gehört in Japan so etwas wie Media Markt in hochwertig. Wie in Japan typisch hat auch diese Familie einen Ahnengarten. Zwischen den Erinnerungen an die Ahnen thront da auf einer mehrere Meter hohen Marmor-Stehle eine riesige Leica und darunter steht: „Das ist ein Andenken an all die Angestellten, die ihr Leben schon vollendet und zum Wohl der Firma beigetragen haben. Im Andenken an die Leica, die 1925 auf den Markt kam und den Wohlstand dieser Industrie geschaffen hat.“ Verstehen Sie, mitten in einer japanischen Berg-Gegend steht „Danke Leica“. Das muss man sich mal überlegen! Made in Germany hat im Ausland viel mehr Bedeutung als sich die meisten von uns vorstellen.“

Das ganze Porträt ist übrigens hier zu finden: Leica – das grandioseste Schießwerkzeug der Welt